Der Mai ist für viele Hobbygärtnerinnen und -gärtner der Startschuss für die Gartensaison. Die Temperaturen steigen, die Nächte sind meist frostfrei, und der Boden erwärmt sich – ideale Voraussetzungen, um zahlreiche Gemüsesorten direkt ins Beet oder in größere Gefäße zu säen. Das Vorziehen auf der Fensterbank ist bei diesen Arten nicht notwendig, da sie sich unkompliziert aus Samen entwickeln und empfindlich auf das Umpflanzen reagieren können.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht von 11 Gemüsesorten, die sich besonders gut für die Direktsaat im Mai eignen.
Was bedeutet „Direktsaat“?
Bei der Direktsaat werden die Samen direkt an ihrem endgültigen Standort im Garten, Hochbeet oder großen Pflanzgefäß ausgesät. Diese Methode ist unkompliziert und spart Zeit, da das Umpflanzen entfällt. Besonders wärmeliebende und schnellwachsende Gemüsearten profitieren davon.
Die 11 besten Gemüse für die Direktsaat im Mai
- Melone (Cantaloupe/Muskmelone): Melonen benötigen viel Wärme und Sonne. Sobald die Nächte frostfrei sind und der Boden sich auf mindestens 16 Grad erwärmt hat, können die Samen direkt ausgesät werden. Melonenranken benötigen ausreichend Platz.
- Zuckermais: Zuckermais wächst schnell, sobald die Temperaturen steigen. Säen Sie die Körner in Reihen, damit sie sich gegenseitig bestäuben können. Für eine gestaffelte Ernte empfiehlt sich eine Nachsaat alle paar Wochen.
- Gurke: Gurken gedeihen am besten bei warmen Temperaturen. Säen Sie die Samen direkt ins Beet oder in große Töpfe, sobald der Boden warm genug ist. Gurken benötigen regelmäßige Wassergaben.
- Zucchini: Zucchini sind pflegeleicht und wachsen rasch. Die Samen können direkt in die Erde gesetzt werden. Die Pflanzen benötigen ausreichend Platz, da sie sich stark ausbreiten.
- Buschbohnen: Buschbohnen sind unkompliziert und ideal für die Direktsaat. Sie keimen schnell und liefern eine reiche Ernte. Eine Nachsaat alle zwei Wochen verlängert die Erntezeit.
- Butternut-Kürbis: Winterkürbisse wie Butternut benötigen einen langen, warmen Sommer. Die Samen werden direkt ins Beet gesät, wenn die Temperaturen konstant hoch sind.
- Okra: Okra ist in unseren Breiten weniger bekannt, gedeiht aber bei ausreichend Wärme sehr gut. Sie eignet sich besonders für Eintöpfe und asiatische Gerichte.
- Aubergine: Auberginen können ebenfalls direkt ausgesät werden, sobald die Temperaturen konstant über 16 Grad liegen. Sie bevorzugen einen sonnigen, geschützten Standort.
- Kürbis: Kürbisse benötigen viel Platz und Wärme. Die Samen werden direkt ins Beet gesetzt und entwickeln sich bis zum Herbst zu stattlichen Pflanzen.
- Wassermelone: Wassermelonen lieben Wärme und benötigen einen sonnigen Standort sowie ausreichend Platz. Die Samen werden direkt in die Erde gesät, sobald der Boden warm genug ist.
- Luffa (Schwammgurke): Die Luffa-Gurke ist eine interessante Pflanze, deren Früchte als Naturschwämme verwendet werden können. Sie benötigt viel Platz zum Klettern und ausreichend Wärme.
Tipps für die erfolgreiche Direktsaat
- Säen Sie erst aus, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und der Boden sich ausreichend erwärmt hat (mindestens 16 Grad Celsius).
- Halten Sie die Erde nach der Aussaat gleichmäßig feucht, besonders während der Keimphase.
- Achten Sie auf ausreichend Pflanzabstand, da viele dieser Gemüsearten große Pflanzen entwickeln.
- In kühleren Regionen empfiehlt es sich, mit der Aussaat bis Ende Mai oder Anfang Juni zu warten.
Mit diesen Tipps und der richtigen Auswahl an Gemüsesorten steht einer erfolgreichen Gartensaison und einer reichen Ernte im Sommer und Herbst nichts mehr im Wege. Viel Freude und Erfolg beim Gärtnern!